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Wie hoch ist der Preis, wenn wir uns verstecken und Situationen meiden die uns Angst machen?

Heute spreche ich, über den Preis, den wir zahlen müssen, wenn wir weiter in unserer Angst bleiben. Wenn die Angst unser Leben bestimmt.

Wie ist es, wenn du in einer Gesprächsrunde bist? Sei es unter Freunden oder in einem Meeting, oder in der Mittagspause, wenn mehr als drei Personen anwesend sind. Eine Unterhaltung zu zweit finde ich sehr inspirierend und lässt mich strahlen, ich fühle mich wohl, weil mir jemand zuhört. Weil ich mich traue Fragen zu stellen kann und interessiert und entspannt zuhöre. Das ist die beste Situation.

Rückzug und Verstecken

Für die meisten Schüchternen und auch Introvertierten, beginnt ab drei oder vier Gesprächspersonen, die Anspannung. Besonders wenn eine extrovertierte Person dabei ist und die Gesprächsführung an sich reißt, dann sind wir angespannt, unsicher und ziehen uns mehr und mehr zurück. Wir werden ruhiger und zurückhaltender, wir lassen die anderen sprechen und hören nur noch zu. Jetzt wird es schwer selbst zu Wort zu kommen, denken wir.

Wir wollen nicht unhöflich sein und jemandem ins Wort fallen. Ich habe z.B. auch eine ruhige und leise Stimme, die nicht gleich auffällt und gehört wird. Es fällt uns somit noch schwerer unsere Stimme zu erheben und das bedeutet, wir müssen noch mehr Kraft einsetzen, um überhaupt gehört zu werden. Wahrscheinlich denken wir noch eine Weile darüber nach, wie wir unsere Gedanken beschreiben können und dann, so erlebe ich es oft, passt das was ich sagen will, gar nicht mehr ins Gespräch, weil die anderen bereites weiter sind. Das zerrt an Energie und sorgt dafür, dass wir uns zurückziehen und weiter nur Zuhörer sind.

Einfach nur da sein

Nur der Zuhörer sein, ist im Grunde ja gar nicht schlimm. Wichtig ist nur, wie wir uns dabei fühlen. Zermartern wir uns den Kopf, und zwingen uns selbst auch zu Wort zu kommen? Oder können wir uns gut fühlen und uns so annehmen wie wir sind und zuhören. Sich in einer Gruppe wohlfühlen und einfach nur da sein, dass wäre toll. Findest du nicht auch?

Es scheint schwer und unmöglich, da rauszukommen und sich selbst zu akzeptieren, dass kenne ich selbst auch. Oft ziehen wir uns zurück und verlassen die Runde, ohne ein Wort zu sagen. Wobei es auch unhöflich ist, einfach aufzustehen, gerade in einem Meeting auf Arbeit, da darf man gar nicht einfach aufstehen (zumindest denken wir so). Was sollen wir also tun? Wir bleiben sitzen und halten die Situation aus, sagen nichts und hoffen nicht aufzufallen bzw. das uns andere in Ruhe lassen und wir nicht angesprochen werden.

Es hat lange gedauert, bis ich kapiert habe, dass es ausreicht, wenn ich einfach nur da bin. Ich werde von Freunden akzeptiert, sie wissen, dass ich selten einen Redefluss habe. Die Erkenntnis hat mich sehr befreit und mein Selbstvertrauen gestärkt.

Wie schwer machen wir uns aber das Leben, wenn wir in dieser Unsicherheit weiterleben?

Welchen Preis zahlen wir dafür?

  1. Unsicherheit raubt uns Energie. Die Gedanken sind bei der Angst.
  2. Wir meiden Situationen, die uns Angst machen, wie z.B. Familienfeiern, Partys oder Meetings. Häufig denken wir uns Ausreden aus, um nicht teilnehmen zu müssen. Ein Leben zu leben, nur um sich Möglichkeiten zum Verstecken zu erarbeiten, ist das schön? Gefällt dir das?
  3. Wir sind nicht ehrlich und authentisch. Eine Beziehung und Vertrauen zu anderen Menschen kann nicht entstehen. Diese entsteht vielleicht im Gespräch zu zweit, allerdings bleibt die Angst und Unsicherheit in einer Gruppe und wenn ein Freund nicht von unseren Gedanken weiß, wird er sich vielleicht auch zurückziehen.
  4. Wachstum ist nicht möglich und wir verbleiben in dieser Angst und geben uns nicht die Möglichkeit aus der Angst rauszukommen und Selbstvertrauen aufzubauen. Denn das ist möglich!
  5. Nicht auszuschließen sind Depressionen und Burnout.

Eigentlich haben wir ein Bedürfnis nach Nähe zu den Menschen. Früher, ich sage mal 1000 Jahre zurück, haben wir Menschen nur in einer Gruppe überlebt. Warum haben wir uns in der heutigen Zeit zu Einzelgängern entwickelt? Ich will dich nicht dazu animieren extrovertiert zu werden und nur noch Gruppen aufzusuchen. DU kannst mir glauben, dass es leichter und schöner wird, wenn du akzeptieren und annehmen kannst, dass du jemand bist, der zuhört und lieber für sich ist. Es ist möglich, sich in einer Gruppe wohl zu fühlen und Spaß zu haben.

Gefällt es dir, dich zu verstecken und deine Gedanken damit zu füllen, einen  Ausweg aus der Situation zu finden? Bist du glücklich so wie es im Augenblick ist? Oder willst du raus aus dem Schneckenhaus und dich in Unbekannten Situationen amüsieren, auch wenn du nichts sagst? Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass der Weg zu Selbstvertrauen möglich ist und du deine Stärke kennenlernen kannst.

Steh zu dir!

deine Sandra

P.S. Ich will Frauen ermutigen in ihre Größe zu kommen und mit mehr Selbstvertrauen durchs Leben zu gehen. In einer Facebookgruppe können wir uns Austauschen, Ermutigen und Wachsen.

Diese Gruppe bietet wirklichen Mehrwert, ich gebe all meine Liebe rein, dass du den Mut und die Stärke entwickelst für dich einzustehen! Schau rein: Weniger Angst vor Ablehnung. Führe ein Leben als starke Frau 

 

So erleben wir die Welt als Schüchterne

Wenn man mich früher für schüchtern hielt, fand ich es schlimm. Warum? Weil ich aufgefallen bin, obwohl ich nicht auffallen wollte. Jemand hat mich in meiner Zurückhaltung entdeckt und genau den Punkt getroffen, der nicht sichtbar sein sollte. Ich habe es nicht abgestritten, dennoch war das für mich wie ein schlag ins Gesicht. Warum stand ich nicht einfach dazu, das ich so bin. Das ich lieber zuhöre, als von mir zu berichten oder meine Gedanken mitzuteilen?

Kennst du das auch? Danach bist du angespannt und gefangen in den Gedanken, in der Hoffnung, dass du gerne anders wärst. Du ziehst dich zurück und bist irgendwie nicht mehr anwesend.

Schüchternheit ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Schüchterne trauen sich nicht in Gruppen etwas zu sagen, sind geplagt von Selbstzweifeln und haben Schwierigkeiten mit Menschen in Kontakt zu treten. Sie trauen es sich nicht zu, jemanden anzusprechen und zum Beispiel nach dem Weg zu fragen.

Ich spreche hier über die Schüchternen und Introvertierten, die sich zum einen nicht zutrauen in Kontakt mit Fremden zu gehen und denen es manchmal auch zu viel ist, stundenlang in einer Gruppe zu sein. Der Wunsch nach Rückzug kommt auf, aber die Angst auszusprechen, dass sie eine Pause benötigen ist größer. Ein Teufelskreis.

Wovor haben wir Angst? Und es ist Fakt, dass wir zweifeln und uns davor fürchten aufzufallen und vermutlich jemanden verärgern, wobei wir auch nicht wollen, dass jemand verärgert ist. Und somit drehen sich wieder diese Gedanken und wir konzentrieren uns mehr darauf, was wir denken, ziehen uns zurück und fühlen uns nicht wohl.

Das hat zur Folge, dass wir körperlich anwesend sind, aber schweigen. Sind Unsichtbar und ziehen uns zurück.

Wir wünschen uns, dass uns jemand anspricht, es passiert aber nichts.

Wir stecken so sehr in unseren Gedanken, dass wir angespannt sind und eigentlich weg wollen.

Es ist wie angewurzelt sein, wir können nicht aufstehen, sind gehemmt. Stünden wir auf, fallen wir auf.

Das alles zieht an unserer Kraft und Energie.

Obwohl der Wunsch da ist, anwesend zu sein. Zu reden. Zuzuhören. Zu Lachen.

Was können wir also machen?

Herausfinden was wir brauchen…

und uns zurück ziehen und ne kurze Pause machen um Energie zu tanken.

Da sind wir wieder, beim Mut und Selbstvertrauen. Wenn das fehlt, wird es immer so bleiben und das raubt uns Kraft und Energie. Könnte auch bedeuten, dass wir einsam sind, aufgrund unserer Unzufriedenheit und das wir uns von unserem Gefühl steuern lassen, anstatt das Gefühl wahrzunehmen und anzunehmen. Dazu zustehen, dass wir uns zurück ziehen müssen, dass wir jemand sind, der nicht stundenlang in der Gruppe sein kann.

Gib mir ein Zeichen, wenn du dich wieder erkannt hast.

Steh zu dir!

deine Sandra

Stille Wasser sind tief

Ich habe mich entschieden, mehr Klarheit zu schaffen. Meine Arbeit mit dem Blog darf fokussierter sein, ich hatte ziemlich viele Gedanken, wen ich z.B. erreichen will. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich mich verzettele und nicht auf den Punkt komme. Dadurch ist es nicht klar und auch für dich als Leser schwer einzuordnen, was ich eigentlich will.

Die Seite zusichstehen.de gibt es schon fast ein Jahr. Yeah!!! Und es liegt mir, nach wie vor am Herzen für dich etwas zu tun, dich zu erreichen, dass du dich in den Beiträgen wieder erkennst oder Erkenntnisse hast.

Konkret heißt das: ich schreibe für Frauen und junge Mütter in meinem Alter, die es kennen als:

  • still und leise,
  • zurückhaltend,
  • unsichtbar oder unscheinbar,
  • schüchtern bezeichnet zu werden.

Diese Eigenschaften kenne ich sehr gut und kann dir viel dazu erzählen. Ich weiß, wie sich Menschen fühlen, die unscheinbar sind, ich kenne die Gedanken, die jemand denkt, der als stilles Wasser bezeichnet wird. Und ich habe einen Weg gefunden, mich nicht anders zu fühlen, sondern mich so anzunehmen wie ich bin. Ich bin keine extrovertierte Frau, ich gehe bewusst mit meinen Worten um und bin entsprechend natürlich und ehrlich. Und das ist die große Stärke die ich habe und die dich und mich verbindet.

Die Artikel beschreiben meinen Weg raus aus der Angst, ICH zu sein und ich will dich ermutigen auch deinen Weg zu gehen.

Du stehst für dich ein, wenn du an dir feststellst du müsstest dich erst verändern, um dich selbst anzunehmen. Der erste Schritt ist, dich kennenzulernen und dein Selbstvertrauen zu stärken, weil dann veränderst du deine Gedanken, deine Gefühle und dein Handeln.

Gefühlt stand ich immer vor einer Mauer und kannte den Ausweg nicht, wenn ich mit vielen Menschen zusammen war. Es kam immer zu einem Punkt, dass ich mich unwohl fühlte und weglaufen wollte. Das wollte ich ändern und mein Wunsch war so groß, dass ich es geschafft habe und mich mittlerweile in Gruppen zeigen kann, bzw. entspannt an einem Gespräch teilnehmen kann, auch wenn ich wenig bis gar nichts sage. Der Unterschied ist, dass ich damals die gesamte Dauer eines Treffens in meinen Gedanken gefangen war, hoffentlich spricht mich keiner an und wenn, hoffentlich kann ich was dazu sagen. Heute ist es so, dass ich diese Furcht noch immer habe, ich aber entspannt dem Gespräch zuhören kann und ich für mich weiß, wenn ich etwas beitragen will, dann mache ich das!
Und das kannst du auch lernen!

  • Willst du dich auch in Gruppen gut fühlen, selbst dann wenn du wenig mitteilen kannst?
  • Hast du auch das Gefühl, anders zu sein, weil du nicht mit deinen Gedanken nach außen trittst?
  • Glaubst du, du musst anders sein?
  • Kennst du das, als stilles Mäuschen bezeichnet zu werden?
  • Kennst du den Ausdruck stille Wasser sind tief?
  • Manchmal kommt es dir vor, als wärst du unsichtbar?
  • Du bist eher schüchtern?

Willst du dich gemeinsam mit mir, auf eine Reise begeben und mehr über dich erfahren? Hast du Lust zu lernen, dich so anzunehmen wie du bist?

Dann folge mir und ich unterstütze dich dabei, für dich einzustehen.

Steh zu dir!

deine Sandra