So erleben wir die Welt als Schüchterne

Wenn man mich früher für schüchtern hielt, fand ich es schlimm. Warum? Weil ich aufgefallen bin, obwohl ich nicht auffallen wollte. Jemand hat mich in meiner Zurückhaltung entdeckt und genau den Punkt getroffen, der nicht sichtbar sein sollte. Ich habe es nicht abgestritten, dennoch war das für mich wie ein schlag ins Gesicht. Warum stand ich nicht einfach dazu, das ich so bin. Das ich lieber zuhöre, als von mir zu berichten oder meine Gedanken mitzuteilen?

Kennst du das auch? Danach bist du angespannt und gefangen in den Gedanken, in der Hoffnung, dass du gerne anders wärst. Du ziehst dich zurück und bist irgendwie nicht mehr anwesend.

Schüchternheit ist ein Persönlichkeitsmerkmal. Schüchterne trauen sich nicht in Gruppen etwas zu sagen, sind geplagt von Selbstzweifeln und haben Schwierigkeiten mit Menschen in Kontakt zu treten. Sie trauen es sich nicht zu, jemanden anzusprechen und zum Beispiel nach dem Weg zu fragen.

Ich spreche hier über die Schüchternen und Introvertierten, die sich zum einen nicht zutrauen in Kontakt mit Fremden zu gehen und denen es manchmal auch zu viel ist, stundenlang in einer Gruppe zu sein. Der Wunsch nach Rückzug kommt auf, aber die Angst auszusprechen, dass sie eine Pause benötigen ist größer. Ein Teufelskreis.

Wovor haben wir Angst? Und es ist Fakt, dass wir zweifeln und uns davor fürchten aufzufallen und vermutlich jemanden verärgern, wobei wir auch nicht wollen, dass jemand verärgert ist. Und somit drehen sich wieder diese Gedanken und wir konzentrieren uns mehr darauf, was wir denken, ziehen uns zurück und fühlen uns nicht wohl.

Das hat zur Folge, dass wir körperlich anwesend sind, aber schweigen. Sind Unsichtbar und ziehen uns zurück.

Wir wünschen uns, dass uns jemand anspricht, es passiert aber nichts.

Wir stecken so sehr in unseren Gedanken, dass wir angespannt sind und eigentlich weg wollen.

Es ist wie angewurzelt sein, wir können nicht aufstehen, sind gehemmt. Stünden wir auf, fallen wir auf.

Das alles zieht an unserer Kraft und Energie.

Obwohl der Wunsch da ist, anwesend zu sein. Zu reden. Zuzuhören. Zu Lachen.

Was können wir also machen?

Herausfinden was wir brauchen…

und uns zurück ziehen und ne kurze Pause machen um Energie zu tanken.

Da sind wir wieder, beim Mut und Selbstvertrauen. Wenn das fehlt, wird es immer so bleiben und das raubt uns Kraft und Energie. Könnte auch bedeuten, dass wir einsam sind, aufgrund unserer Unzufriedenheit und das wir uns von unserem Gefühl steuern lassen, anstatt das Gefühl wahrzunehmen und anzunehmen. Dazu zustehen, dass wir uns zurück ziehen müssen, dass wir jemand sind, der nicht stundenlang in der Gruppe sein kann.

Gib mir ein Zeichen, wenn du dich wieder erkannt hast.

Steh zu dir!

deine Sandra

Warum es so wichtig ist, dass du für dich einstehst

Kennst du das auch, dass eine für dich wichtige Entscheidung nicht getroffen werden kann, weil du Angst davor hast, was andere dann über dich denken könnten?

Sei schön lieb

Bei mir ist es so, dass ich eine innere Entscheidung getroffen habe, aber Angst habe, sie auszusprechen.
Wenn ich, zum Beispiel andere im Stich lasse und dann mit dieser Entscheidung an mich denke, dann habe ich ein schlechtes Gewissen. Da hat sich ein Glaubenssatz eingeschlichen, eine tiefe Überzeugung von mir selbst. Ich darf nicht an mich denken, weil ich andere enttäusche und egoistisch bin. Und wenn ich lieb und artig bin und das tue was man oder die Gesellschaft von mir erwartet, dann wird mir auch nichts geschehen, dann bin ich „everybodys Darling“.

Dass ich mich damit ganz schön im Leben einschränke, das ist mitnichten bewusst. Es ist meine Überzeugung und ich will und muss es allen recht machen. An mich darf ich erst an letzter Stelle denken, sogar wenn ich krank bin oder es mir nicht gut geht. Weil, das macht man ja nicht, andere im Stich lassen.

Ein persönliche Erfahrung, von der ich dir erzählen will.

Während einer Weihnachtsfeier mit Chef und Kollegen. Ich, eine zurückhaltende Frau, die nicht auffallen will, schon gar nicht vor 50 Kollegen und zwei Chefs.

Ich sitze bei Kollegen, in deren Nähe ich mich wohl fühle und beginne einen geselligen Abend. Wir sind bei einem Italiener und ich bin mutig, versuche mich im Smalltalk und traue mich, mir bis dahin unbekannte Speisen zu essen… Die Vorspeise bestand aus Garnelen und die waren lecker. Plötzlich begann es in meinem Mund zu kribbeln, ich trank einen Schluck und   hatte aber das Gefühl dass es schlimmer wird. Ich spürte, dass irgendetwas nicht stimmt. Ich fühlte mich unwohl, mir wurde übel…

Ich nahm meinen Mut zusammen und erzählte meinen Sitznachbarn von meinem Symptom und sagte, dass es mir nicht gut geht. Ich traute mich noch nicht zu sagen, dass ich gehen will. Obwohl das sinnvoll gewesen wäre und jeder mich verstehen würde. Nach einer halben Stunde Gedanken hin und her, entschied ich mich zu meinen Chef zu gehen und ihm von meinen Symptomen zu berichten. Mit zittriger Stimme, weil ich ja auffalle und jemandem sagen muss, wie es mir geht.

Es war für mich, als müsste ich um Erlaubnis fragen!

Aber mal ganz ehrlich welcher Mensch würde in so einer Situation sagen: „Also, sie müssen jetzt hier bleiben, aufessen was sie bestellt haben, schließlich habe ich für sie bezahlt!“? Ich denke niemand.

Warum habe ich solche Angst, zu sagen, dass ich für mich einstehen will und das tun was für mich richtig ist? Meine Erfahrung ist, dass ich mich nicht so ernst nehmen soll. Ein weiterer Glaubenssatz: „Habe dich nicht so.“, wurde mir früher gesagt, wenn ich meine inneren Gefühle nach außen trage.

Zum Glück war nicht davon auszugehen, dass mich mein Chef jetzt dafür bestrafen wird, dass ich die Feier vorzeitig verlasse, aber in meiner Realität, war das nicht selbst verständlich. Der Abend endete für mich im Krankenhaus, weil ich auf das Garneleneiweiß allergisch reagiert habe

Heute würde ich nicht lange überlegen, aufstehen und losgehen. Ich wünsche auch dir, dass du in so einer Situation schnell für dich einstehen kannst und weißt was zu tun ist. Den Gedanken loswerden kannst, dass du jemand anderen im Stich lässt, wenn du an dich denkst. Vor allem, dass nicht so viel Zeit vergehen muss, bis du losgehst.

Kennst du so etwas auch von dir?

Stärke dein Vertrauen in dich! Jetzt! Wirst du in Zukunft immer erst an andere denken und dich außer Acht lassen, dann können Burnout und Depressionen die Folge sein. Warum machst du nicht jetzt schon etwas für dich und verringerst das Risiko krank zu werden? Ich unterstütze dich dabei.

Steh zu dir!

deine Sandra

Die Macht der Gedanken

Stille Wasser sind tief, und sie haben eine Menge Gedanken.. da sich schüchterne, introvertierte bzw. stille Menschen selten anderen mit ihren Gedanken anvertrauen machen sie viel mit sich selbst aus   .

Ich behalte Dinge gern für mich, weil ich nicht daran glaube, dass es einen Sinn macht, wenn ICH etwas sagen würde. Es gibt viele Menschen um mich herum, die alles was sie Denken aussprechen und gern diskutieren. Ehrlich gesagt, mich strengt so etwas an. In einem zweier Gespräch würde ich das machen.

Hast du positive Gedanken, Dinge die dich motivieren, dann bist du mutig und traust dir Dinge zu. Bist du aber gehemmt, weil du dich vor etwas fürchtest oder eine wichtige Entscheidung ansteht, dann ist es sicherlich so, dass deine Gefühle schlecht sind und du bist gelähmt, du kommst nicht voran oder schiebst Dinge vor dir her.

Was brauchst du um bessere oder weniger belastende Gedanken zu haben?

Ich berichte dir von mir: Jedes Jahr bin ich mit meinem Mann auf dem Gemeinschaftstreffen von Mannaz. Dort erleben wir für ein paar Tage das Leben in Gemeinschaft, sind den ganzen Tag draußen und haben viel Zeit für GESPRÄCHE und für die Kinder.

Am ersten Abend gibt es eine Vorstellungsrunde und jeder darf kurz von sich erzählen. Das erste mal war das der reinste Horror für mich. Ich habe den Menschen kaum folgen können, weil ich so sehr mit mir selbst beschäftigt war, weil ich mir Gedanken darüber gemacht habe, was ich sagen würde. Quasi wusste ich gar nicht, wer die anderen waren, die gesprochen hatten. Im Nachhinein empfinde ich das als sehr unhöflich.

Hoffentlich werde ich nicht ausgelacht! Was sage ich bloß? Was denken die über mich, weil ich so nervös bin? Interessiert es die anderen überhaupt? Diese Fragen beschäftigen mich.

Mit zittriger Stimme, habe ich mich kurz vorgestellt und mich der Situation gestellt. Jubel, ein Erfolgserlebnis. Wobei ich mich danach am liebsten in eine Ecke verkrochen hätte. Mit zittriger Stimme stellte ich mich kurz vor und war auch ganz schnell wieder weg und hatte die Hälfte vergessen, die ich mir zuvor zusammengereimt hatte. Also es bringt nichts sich vorher den Kopf zu zerbrechen.

Aber wie wirst du entspannter?

Jedes Jahr habe ich mich dieser Herausforderung gestellt und jedes Jahr wurde es besser.

In einem Jahr stand ich zu mir und und nahm das Mikrofon in die Hand, ich sagte: „Ich bin mega aufgeregt und vor lauter Aufregung weiß ich nicht was ich sagen soll. Hallo, ich bin Sandra.“

Manchmal reicht es aus, wenn wir unsere Gedanken versuchen in Worte zu fassen und sie jemandem mitteilen. Das ist authentisch und wirkt auf andere sympathisch und du stehst zu dir, denn in der Situation habe ich mir nichts aus dem Ärmel geschüttelt und gehofft, dass es gut ankommt, sondern ich war ich.

Ich habe an mir gearbeitet und mein Selbstvertrauen gestärkt, dadurch hatte ich Jahr für Jahr mehr Vertrauen in mir. Und in diesem Jahr war ich so stolz auf mich, weil ich der Vorstellungsrunde aufmerksam folgen konnte und genießen konnte. Als ich an der Reihe war, erzählte ich von mir und meiner Entwicklung. Nervös war ich auf jedenfall, aber nicht zittrig und ängstlich.

Was dir jetzt helfen kann, ähnliche Situationen zu meistern!

Stärke deine Selbstvertrauen

Mache dir Notizen für Dinge die erstmal aus deinem Kopf sollen, damit du Platz und Energie für andere Dinge hast.

Meditieren/ Entspannungsübungen, wenn du sie jeden Tag machst, wirst du merken, dass du entspannter wirst bzw. dich in anstrengenden Situationen aus dem Gedankenkarussel befreien kannst.

Vertraue dich Menschen an, die dich verstehen.

Die Gedanken beeinflussen unser Handeln und Fühlen.

Wenn du dir den Kopf darüber zerbrichst, was alles passieren könnte oder auch nicht und dich eher mit deiner Angst beschäftigst, als mit dem was um dich herum geschieht, dann bleibst du in der Lähmung. Aber eigentlich willst du da ja raus!

Du könntest dich auch mit der Lösung des Problems beschäftigen, und dich fragen,wie komme ich da wieder raus. Aber die Gedanken haben so eine starke Macht über dich und ich kenne das, wie im Beispiel. Du bist nur mit dir selbst beschäftigt und kannst dich deinem Umfeld überhaupt nicht widmen, was schade ist, denn vielleicht ist jemand da, der ähnlich denkt wie du?

Die Gedanken beeinflussen dein ganzes handeln und nicht handeln und halten dich fest und lassen dich nicht vorankommen, denn es wird nicht jemand auf dich zu kommen und dich retten.

Der einzige der dich retten kann, bist du selbst.

Du hast es in der Hand, den Gedanken deinen Mittelfinger zu zeigen oder zu sagen: „STOPP,  ich will das anders.“

Ich unterstütze dich dabei, deine Gedanken zu sortieren und zu erkennen wer du wirklich bist.

Steh zu dir!

deine Sandra

Klare Worte und nicht „Nein, oh oh“

Vor einiger Zeit war ich mit Junior in einem Kleidungsgeschäft, um ihm eine neue Hose zu kaufen, am Eingang sah er ein Auto, auf das er gleich zurannte. Es war ein Kipplaster, mit dem er sich beschäftigen wollte. Das gefiel mir und ich erklärte ihm, dass er das Auto hier im Laden benutzen kann und sobald wir raus gehen, stellet er das Auto zurück.
Lange habe ich nicht gebraucht und wies die Verkäuferin beim Bezahlen darauf hin, dass es gleich laut werden könnte. Sie wollte mir helfen und Junior das Auto abnehmen. Sie fragte ihn: “Gibst du mir das Auto?“, aber Junior wollte das nicht. Für mich war das in Ordnung und mir war bewusst, dass er darüber verärgert sein könnte, wenn ich ihn bitte das Auto zurückzugeben. Die Hose war bezahlt und ich kniete mich zu Junior herunter und sprach: „Schatz, ich habe eine Hose für dich gekauft. Ich will mit dir raus gehen und der Kipper bleibt hier, den kaufe ich nicht. Stell ihn bitte zurück.“ Er nahm den Kipplaster, ging zum Regal und stellte den Kipper ab und kam mit mir nach draußen. Ich habe es nicht für möglich gehalten, das war im Nachhinein ganz einfach und ich wünsche dir, dass auch du so eine Erfahrung machst.

Für mich war das die Bestätigung, dass ich alles richtig mache. Ich bin ehrlich zu ihm und nehme ihm das Auto nicht einfach weg. Ich habe in dem Moment für mich eingestanden, weil ich aufrichtig und ehrlich zu meinem Kind war. Er hat verstanden was ich sagte, ist das nicht beeindruckend? Die Kinder können sich noch nicht gut mitteilen, aber verstehen jedes Wort, was wir sagen. Sie wollen gleichwürdig behandelt werden und kooperieren mit uns. Sie wollen auch, dass es leicht ist mit Mama und Papa zu reden.

Was habe ich gemacht?

Als Junior gerade geboren war, stand für mich schon fest, dass ich mit meinem Baby reden werde. Das heißt, ich habe ihm viel erklärt und hatte die Vorstellung, dass ich mit Junior immer im Gespräch sein werde. Ich wollte, dass er weiß, er wird gehört und ernst genommen und ich wollte, dass er mich versteht. Mittlerweile erzähle ich ganz selbstverständlich was passiert und beschreibe was wir machen oder sage ihm was ich gut oder nicht so gut finde. Ich vertraue ihm, ich vertraue darauf, dass er mich versteht.

Schau mal, welchen Unterschied macht es für dich:

In meinem Beispiel mit dem Auto, ich erlaube meinem Kind damit zu spielen und werde das Auto nicht kaufen. Das ist für mich eine klare Absicht.

1. Ohne Vorankündigung nimmst du ihm das Auto weg und sagst:“ Komm wir gehen jetzt los“ und legst das Auto zurück.“

2. Du erwähnst gleich am Eingang, dass das Auto nur im Laden benutzt wird. Am Ende gehst du auf Augenhöhe und erklärst, dass der Einkauf erledigt ist und dein Junior bringt das Auto zurück.

Ich beobachte ganz oft, dass Eltern mit ihren Kindern umgehen, als seien sie überzeugt davon, dass die Kleinen nicht verstehen was man ihnen sagt. Dabei stimmt das nicht. Stell dir mal vor, du reagierst, wenn dir etwas nich passt mit: „Nein, oh oh.“ zu einem anderen Erwachsenen. Der schaut dich fragend an und versteht nicht was du meinst. Mit Wortfetzen kommt nicht klar rüber was gemeint ist. Das finde ich anstrengend und macht ein Gespräch schwierig, dabei soll es doch leicht sein.

Nein, ich will das nicht

Und auch für dein Kind ist es nicht verständlicher, wenn du „nein, oh oh“ sagst, aber „Nein, ich will das nicht“ meinst. Wenn Kinder nicht vorgelebt bekommen, wie du dich klar äußerst, dann können sie es selbst auch nicht.

Sicher ist es manchmal anstrengender mit dem Kind zu reden und ihm zu erklären, warum die eine Tat nicht gut ist oder so. Aber auf längerer Sicht, sind du und dein Kind in einer Beziehung miteinander. Ich glaube, dass in solch einer Beziehung mehr Vertrauen zwischen Eltern und Kind vorhanden ist.  Jeder wird gehört und jeder darf sagen wie er zu etwas steht.

Eine liebevolle Beziehung, also auch Kommunikation bedeuten für mich, klare Sätze und klare Absichten, ehrliches Reden und kein “oh oh“ oder mit dem erhobenen Zeigefinger schimpfen. Du förderst die Kommunikation deines Kindes, weil es weiß, was es will. Es lernt das auch zu äußern und du übst dich selbst darin, herauszufinden was du willst.

Willst du auch, dass es leicht ist mit deinem Kind zu reden?

Steh zu dir!

deine Sandra

Bin ich eine schlechte Mutter?

In den letzten Wochen, war mein Kind häufig bei seinen Großeltern. Er blieb über Nacht für ein oder zwei Tage. Das ist ein Erfolg, wenn du  zu den glücklichen gehörst, die jemanden haben, dem sie ihr Kind anvertrauen, außer dem Partner/ Vater. Für mich und meinen Mann ist das auch prima, weil der kleine gern mit seinen Großeltern zusammen ist. Eigentlich darf ich glücklich darüber sein, dass es so gut funktioniert. Mir fällt das aber nicht so leicht.

Vergangenes Wochenende haben wir den Kleinen bei seinen Großeltern gelassen, die Verabschiedung war ganz einfach. Ich habe ihm liebevoll gesagt, dass Mama und Papa morgen wieder kommen und jetzt wegfahren. Seine Großeltern sind für ihn da. Er gab mir einen Kuss und winkte mir zu, ich konnte gehen. Sehr beruhigend, dass er nicht geweint hat, dennoch blieb bei mir ein komisches Gefühl.

Ich sage nicht, dass ich es erwarte, dass der Kleine traurig ist oder weint, weil seine Mama geht. Aber in meinem Kopf ist das die Realität und ich will dir damit sagen, dass es für mich ein Glaubenssatz ist und ich von meinem Kind die Bestätigung bekomme, dass ich keine gute Mutter bin, weil ich ihn abgebe. Denn wenn man ein Kind hat, sind die Zeiten vorbei in denen du Zeit für dich hast, da musst du deine Bedürfnisse hinten anstellen.

Das Gefühl ist nur bei mir

Aber so ist es bei mir gar nicht. Mein Kleiner teilt mir quasi mit: „Mami mir geht es gut bei Oma und Opa, du darfst dir jetzt Zeit für dich nehmen.“ Das ist doch ein Geschenk! Mach was draus! Aber was mache ich? Ich mache mir den Moment schlecht und glaube eine schlechte Mutter zu sein, obwohl nichts dafür spricht.

Bist du es dir wert, dass du dir Zeit für dich nehmen darfst? Ist es dir dein Kind wert, dass es die Erfahrung bei seinen Großeltern machen darf und sie liebevoll sind? Und sind es dir die Großeltern oder Freunde und Geschwister wert, dass sie Zeit mit deinem Kind haben dürfen?

Wenn ich mein Kind nicht in die Obhut mir vertrauter Menschen gebe, heißt es dann, dass er nie ohne mich sein kann? Er kennt es mit zunehmenden Alter dann gar nicht, dass sich seine Eltern Zeit für sich nehmen. Kann es dann bedeuten, dass er sich selbst, als Erwachsener auch nie Zeit für sich nehmen wird? Wird er dann überhaupt lernen für sich einzustehen?

Ich habe früh angefangen, mein Baby für kurze Momente in die Arme mir vertrauter Menschen zu geben. Du zeigst deinem Baby dann, dass jeder liebevoll mit ihm ist und du vertraust. Ich selbst habe damit auch gelernt, dass es gut tut, den kleinen kurz abzugeben. Je älter er wurde, desto länger haben wir ihn bei seinen Großeltern gelassen, zunächst für ein paar Stunden, weil ich noch gestillt habe und mit einem dreiviertel Jahr ging das auch schon tagsüber und abgepumpter Muttermilch. Sicherlich immer im festen Vertrauen und mit der Sicherheit, dass meine Vertrauensperson in meinem Sinn handelt. Wenn ich vertrauen habe, dann hat es auch mein Baby. Ich glaube du spürst als Mutter, ob sich dein Baby in der Nähe dieser Person wohlfühlt.

Du bist fast ein ganzes Jahr lang Tag und Nacht, immer für dein Baby da und wirst noch einige Jahre dasein. Ja, du darfst dir eine Auszeit nehmen.

Bist du es dir wert, dich als eine gute Mutter zu bezeichnen, auch wenn du dein Kind hin und wieder einer anderen Person anvertraust, um Zeit für dich zu haben? Ja!

Kinder dürfen die Erfahrung machen, dass ein anderer ebenfalls liebevoll und wertschätzend für sie da sind.

Welche Qualitäten steigen, wenn du dir ein paar Stunden Zeit für dich nimmst?

  • Zufriedenheit – Du bist zufriedener und strahlst es auch aus.
  • Ausgeglichenheit – Wenn du ausgeglichen bist, dann kannst du dich leichter auf eine anstrengende Situation mit deinem Baby einlassen.
  • Energie – Du hast mehr „Nerven“ für häufige Warum-Fragen.
  • Selbstwert – Du erkennst deinen Selbstwert und lernst auf dich zu achten.
  • Reichtum – Du wirst reich an der Erfahrung, dass es deinem Kind gut tut, von jemand anderem ins Bett gebracht zu werden.
  • Freude – Anschließend freust du dich, Zeit für dein Kind zu haben.

Wenn du dir gegenüber liebevoll und wertschätzend bist, dann schaut dein Kind zu dir und bewundert dich. Dein Kind wird lernen für sich einzustehen. Das ist ein genialer Beweis, dass du es dir wert bist, Zeit für dich zu haben.

Wie war das bei dir?

Kennst du das Gefühl, ist es ähnlich wie bei mir? Ich kann mir vorstellen, dass es bei vielen anders abläuft, dein Kind weint, wenn du dich verabschiedest und du fühlst dich deshalb schlecht. Ich lade dich ein, mir deine Erfahrungen mitzuteilen. Schreibe mir dazu gern eine Nachricht.

Steh zu dir!

deine Sandra

 

Was ist deine Absicht?

Wie war dein Urlaub? Oft antworten wir auf diese Frage mit, „Super,…!“.

Ich bin diesesmal mit einem schlechten Gefühl aus dem Urlaub nach Hause gefahren, denn meine Erwartungen an diese Woche hatten nichts mit dem tatsächlichen Verlauf gemeinsam.
Ich bin mit der Erwartung in die Woche gestartet – Zeit für mich, Zeit für meinen Partner, Zeit mit meinem Sohn und Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Jetzt nach dem Urlaub bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich überhaupt über meine Erwartungen und Vorstellungen gesprochen habe. Wir haben alle sehr viel Zeit miteinander verbracht, aber geredet haben wir nicht. Unsere Unterhaltungen drehten sich teilweise darum, was wir essen wollen und wie wir den Nachmittag verbringen wollen. Niemand sprach über seine Gedanken oder Gefühle.

Ich bin haltlos durch das Ferienhaus gelaufen, auf der Suche nach einer Aufgabe. Ich weiß, dass ich schlecht gelaunt war. Ganze vier Tage, wusste ich nicht was mit mir los ist. Ich war in meinen Gedanken versunken, sprach wenig und wollte, dass die Woche vorbei ist und schnell wieder nach Hause. Die Frage an alle, ob sie sich wohl fühlen wurde mit „Ja“ beantwortet.

Aber kennst du auch das Gefühl, dass eine negative Grundstimmung herrscht, die einem nicht ermutigt das zu sagen was du denkst? Du hast Angst anzusprechen, dass es dir schlecht geht oder dass du das Gefühl hast, irgendetwas könnte besser sein? Was kannst du dann unternehmen?

Wir hatten uns dafür entschieden gemeinsam eine Woche zu verbringen, warum läuft die so aus dem Ruder? Für mich war die Vorstellung eines harmonischen Urlaubs, der in einer Unzufriedenheit endete.

Was kann ich beim nächsten mal anders machen?

Wie kommt man nun aus dieser Situation wieder raus?

Eins steht fest, wenn im vorhinein jeder über seine Erwartungen an diese Woche gesprochen hätte, dann wäre einiges einfacher gewesen.

Es ist aber meine eigene Verantwortung, dafür zu sorgen, dass meine Erwartungen erfüllt werden und dass ich die Erwartungen der anderen kenne bzw. danach frage. Jeder weiß dann, was ich will und ich weiß, was die anderen wollen. Wenn du nicht nachfragst, dann wirst du nie erfahren was die Wünsche des einzelnen sind. Du hast die Möglichkeit, eine schlechte Stimmung oder ein schlechtes Gefühl gegenüber deinen Mitmenschen anzusprechen und das Gefühl oder die Handlung zu verstehen. Wenn das getan ist, öffnet es oft Türen, weil auf einer anderen Ebene gesprochen werden kann. Du sorgst für Klarheit und gibst deinem Gegenüber das Vertrauen, dass er gehört wird und sagen darf, was ihn beschäftigt.

Warte nicht darauf, dass deine Erwartung erfüllt wird, nimm es selbst in die Hand. Somit stärkst du dein Selbstvertrauen, weil du Selbstverantwortung übernimmst.

Beim Thema Erwartungen, ist der Schlüssel, dass du offen das ansprichst, was dir wichtig ist. Zum Beispiel stehst du dazu, wenn du sagst, dass du den Vormittag nutzen willst um alleine im Pool zu schwimmen. Deine Zuhörer verstehen das und können entsprechend handeln, weil ihr darüber redet, schaffst du eine Basis die es ermöglicht ehrlich zu sein.

Hier sind meine Tipps, für Zufriedenheit im Urlaub

  1. Klärt vorher die Erwartungen.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Mögliche Fragen, die du stellen kannst: Welche Vorstellungen hast du? Was willst du unternehmen? Was stellst du dir für die Woche vor? Was erwartest du?
  2. Wenn eine schlechte Stimmung entsteht, sprich an was du wahrnimmst oder denkst. Sprich von dir und zeige nicht mit dem Finger auf jemandem, indem du sagst, „Du verbreitest eine schlechte Stimmung.“
  3. Nutze diese Hinweise auch in anderen Gesprächen, z.B. mit deinem Partner oder deinen Kollegen.
  4. Schreibe auf, was du selbst für Erwartungen hast.
  5. Es geht nicht nur um Erwartungen für Unternehmungen, sondern auch um Gefühle. Diese Frage hilft dabei: „Ist es für euch okay, dass jeder offen das ansprechen kann, was ihn beschäftigt?“. Ich bin mir sicher, keiner wird Nein dazu sagen.

Wenn du weißt, was du willst, dann kannst du das klar äußern und bist auch in der Lage andere danach zu fragen. Du gehst mit einem gestärkten Selbst durchs Leben, weil du deine Erwartungen mitteilst.

Was machst du, wenn der andere keine konkreten Erwartungen äußert?

Das habe ich auch erlebt. Da ich die ganzen Tage das Gefühl hatte, das irgendetwas nicht stimmt, habe ich zweimal das Gespräch gesucht und erst im zweiten Gespräch die Antwort dazu erhalten. Einige Menschen merken gar nicht, dass sie ihre Erwartungen nicht klar geäußert haben und verstehen nicht, dass es Sinn macht diese vorher kundzugeben, weil sie es nicht kennen. Sprich deine Gedanken sofort an, dann kannst du noch etwas bewegen. Manche sprechen ihre Gedanken erst aus, wenn sie danach gefragt werden und fühlen sich dann erst gehört und ernstgenommen. Du hilfst dann, dass jemand zu sich steht, weil du wahrnimmst, wenn sich jemand nicht wohlfühlt.

Du merkst ja, wenn sich dein Freund oder Partner anders verhält als sonst. Wenn sich der andere nicht öffnet und du weißt, dass du offen bist und es dich Kraft kostet mit dieser Stimmung umzugehen. Dann solltest du dich abzugrenzen und deine Urlaubstage alleine gestalten und auch das kannst du ansprechen: “ Wenn die Stimmung sich nicht verbessert, dann will ich die Zeit hier alleine nutzen, es raubt mir Kraft mit dir zusammen zu sein. Ich weiß nicht, was mit dir ist!“

Ich schreibe viel darüber, dass der Schlüssel für Zufriedenheit, dass offene Gespräch ist. Und das bringt es auf den Punkt und obwohl das so einfach klingt, einfach darüber zu reden, hindern uns Zweifel und Ängste über unsere Gefühle zu sprechen. Ich habe immer geglaubt, dass meine eigenen Gedanken und Gefühle nichts wert sind und habe deshalb nie darüber gesprochen und viel für mich behalten. Wenn es dir auch so geht und du wirklich etwas verändern willst, dann komm mit mir in Kontakt und wir finden einen Weg, dass du lernst dich zu zeigen.

steh zu dir!
deine Sandra

Erkennst du wann du eine Pause brauchst?

In diesem Beitrag beschreibe ich dir, wie du vor deinem Kind ohne Ängste zu haben zu dir stehen kannst. In meiner Rolle als Mutter habe ich gelernt für mich einzustehen, in dem ich mein Kind anfangs für wenige Stunden meinem Mann oder meinen Eltern anvertraut habe, damit ich selbst wieder zu Kräften komme. Die Kinder fordern in den ersten Monaten ihres Lebens alles von uns ab und brauchen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit und das zerrt auch an der Balance einer Mutter.

Ich weiß, dass es Mütter gibt, die das nicht so einfach umsetzen und ihr Kind nicht so früh jemand anderen anvertrauen können, weil sie Ängste haben. Sie fürchten sich, dass nicht richtig auf die Bedürfnisse des Kindes eingegangen wird bzw. sie glauben, das Kind brauche nur seine Mutter. Ich glaube, ein Kind braucht eine Mutter die seelisch fit und ausgeglichen ist, die auch an sich denkt. Auch diese Eigenschaft schauen sich die kleinen bei uns ab und lernen fürs Leben. Du kannst dir und deinem Kind einen Gefallen tun, für dich einstehen und dir die 30 Minuten in der Badewanne gönnen und genießen. Väter, Großeltern und Freunde sind jeder auf eine eigene Art sehr liebevoll mit den Kindern und das spüren die kleinen.

Ich habe mit einem schreienden Baby gelernt zu mir zu stehen. Um Energie zu tanken, bin ich in die Badewanne gegangen und mein Mann kümmerte sich für diese Zeit um unseren Kleinen, denn dieser war fit und ausgeruht.

Du bist es wert, deine Bedürfnisse zu erkennen und ihnen nachzugehen. Bei Kindern müssen deine eigenen Bedürfnisse hinten angestellt werden, das heißt aber nicht, dass du sie vergessen sollst.

Vielleicht erkennst du dich darin wieder, erst an die Bedürfnisse anderer zu denken und hast keine Zeit an dich zu denken. Klar fühlt man sich hin und her gerissen, du willst für dein Kind dasein und ihm die volle Aufmerksamkeit schenken und steckst selbst zurück. Vielleicht merkst du manchmal erst sehr spät, dass du auch eine Ablenkung oder Aufmerksamkeit benötigst. Häufig hilft es Müttern, wenn ihnen nur zugehört wird.

Ich will dir bewusst machen, dass dein Körper durchaus mit dir spricht und dir Zeichen gibt, wenn er Ruhe benötigt. Ich habe einige Signale aufgelistet, die, wie ich finde einen Hinweis zur Beachtung geben. Gerade bei Menschen die den Fokus immer darauf legen, dass es den anderen gut geht und sich selbst zurücknehmen, habe ich Signale beobachtet, die meiner Meinung nach, eindeutig darauf hinweisen, das diese Menschen auch an sich denken sollten.


Hier sind die Symptome, die für mehr Ruhe sprechen

  • Innere Unruhe
  • Nacken- und Schulterverspannungen
  • Bluthochdruck
  • Kopfschmerzen
  • Magenbeschwerde

Ich glaube, dass im Körper ein Ungleichgewicht entstanden ist und der Organismus versucht sich selbst zu regulieren. Warnsignale werden ausgesendet, damit die Batterie wieder aufgeladen wird. Sobald du solche Signale bei dir feststellst, dann achte auf dich. Ich will damit nicht sagen, dass solche Symptome immer auf Nichtbeachtung seiner selbst zurückzuführen sind. Wenn du längerandauernde Beschwerden hast, musst du einen Arzt aufsuchen.

Ich will dir zeigen, dass du den Mut haben darfst für dich und deine Bedürfnisse einzustehen. Das macht dich entspannter und zufriedener im Umgang mit deinem Kind. Zum anderen treten diese Symptome nicht ohne Grund auf. Ich glaube, dass dir dein Körper genau sagt, wann es ihm zu viel wird oder wann du überfordert bist. Dann gönne dir Ruhephasen, meditiere, sage Nein oder steh für dich ein. Nutze auch die Schlafphasen deines Kindes für so etwas. Lass den Haushalt liegen, der ist zu einem anderen Zeitpunkt auch noch da.

Es ist nicht egoistisch, wenn du deine Bedürfnisse ansprichst. Die Vorteile sind, dass nicht nur du davon profitierst, sondern auch die Personen denen du dein Kind anvertraust. Dein Partner, die Familie und Freunde können eine Beziehung zum Kind aufbauen und auch das Kind zu der Person. Sie lernen sich auf eine besondere Art kennen, es ist etwas anderes, wenn die Familie nur zu Besuch da ist und sieht wie du dich um dein Kind kümmerst. Sie sammeln eigene Erfahrungen und diese Stellen eine Verbindung her. Und oft will sich die Familie um die kleinen kümmern.

Ich bin ein sensibler Mensch und bemerke Unruhe schnell an mir selbst. Ich musste lernen das auszusprechen, um mich zurückziehen zu können. Wenn es mir schlecht geht, dann kann ich mich schwer konzentrieren, dann geht meine Energie dafür auf, dass ich funktioniere und bin nicht bei mir. Wenn ich zurück denke, an die Zeit als mein Kleiner acht Wochen alt war, damals war ich genervt und ungeduldig. Das tut mir heute sehr leid, ich bin auch nur ein Mensch und muss lernen damit umzugehen. Meinem Sohn kann ich erklären weshalb ich mich so fühle.

Wer für sich einsteht kennt seine Grenzen, sowohl körperliche und auch seelische.

Welche Signale hast du schon einmal bei dir wahrgenommen?

Steh zu dir!

deine Sandra

 

steh zu dir und erreiche deine Ziele

Das neue Jahr hat begonnen und fast jeder will seine Vorsätze umsetzen. Du hast einen Wunsch, den du dir im Jahr 2017 erfüllen willst? Du hast ein Ziel? Weißt du wie dein Wunsch in Erfüllung geht? Wird dein Ziel Wirklichkeit?

Was macht dich sicher, dass du es erreichst? Bist du dir sicher, dass du es erreichst? Was war/ ist dein erster Schritt zum Ziel? Hast du den ersten Schritt bereits gemacht?

Zum Jahreswechsel wurdest du sicher gefragt, was du dir für das neue Jahr vorgenommen hast. Viele antworten sie wollen mehr Sport machen, sie wollen Abnehmen oder ich habe z.B. geantwortet, dass ich meinen Haushalt minimieren will.

Gesagt getan, ein paar Tage gelingt es den meisten an ihrem Ziel zu arbeiten, allerdings fallen viele nach einigen Tagen oder Wochen in ihren Alltag zurück und es hat sich nichts verändert. Das vorgenommene ist nicht erreicht worden oder ist mangels Motivation vorzeitig beendet. Sie sind dann frustriert oder geben den Umständen die Schuld und es wird dann nicht weitergemacht. Worin liegt der Unterschied, dass es einige Leute schaffen und ihre Neujahrsziele erreichen und andere nicht?

Du kannst dein Ziel konkret benennen und weißt ganz genau was zu tun ist.

Ich zum Beispiel habe das Ziel meinen Haushalt zu minimieren, nach zwei Wochen erreicht. Was habe ich gemacht?

  1. Mein Ziel/ Wunsch hatte einen Sinn.
  2. Ich habe mich gefreut, weniger ‚Müll‘ rumliegen zu haben, den ich nicht nutze.
  3. Ich habe einen Plan aufgestellt, wie ich den Haushalt minimiere. Dazu habe ich meine Notizen App auf dem Handy benutzt.
  4. Ich habe einen Zeitraum festgelegt in dem ich das alles machen will.
  5. Ich hatte die Vorstellung einer ordentlichen Wohnung.

 

 

Konzentriere dich darauf, wie du das Ziel erreichen kannst. Wenn du den Eindruck hast, es eh nicht zu schaffen, dann nutze den Vorschlag für kleine Zwischenziele, die zum großen Ziel führen.

Mein Ziel zu erreichen – kein Müll in der Wohnung – hatte die Zwischenziele, z.B. jeden Tag eine Schublade zu durchsuchen oder einen Schrank mit Kleidung auszumisten, wenn du dann mehr schaffst ist das super. Für deine Motivation ist es wichtig. Das Teilziel für heute ist erreicht und du hast ein Erfolgserlebnis und das bereitet dir Freude. In meinem Beispiel konnte ich ein paar Haken mit der Notizen-App machen, weil die Zwischenziele erreicht sind und das hat sich gut angefühlt.

Der innere Schweinehund?

Wenn dich dennoch etwas an deinem Ziel hindert, frage dich: Warum willst du es machen? Welchen Sinn hat es, wenn dein Ziel erreicht ist? Welchen Vorteil hast du dadurch? Wenn du hier klar weißt und spürst, das will ich erreichen, entsteht ein Tatendrang. Du willst weitermachen, weil das Gefühl so erfüllend ist, etwas erreicht zu haben. Bei mir fühlte es sich so an, dass ich gleich mit Aufräumen loslegen wollte.

Akzeptiere auch, wenn der Sinn für dich nicht klar ist und du erkennst, dass das Erreichen des Ziels etwas ist, das von dir erwartet wird oder weil es alle machen. Es wäre keine Aufgabe, die dich berührt. Wenn du z.B. mehr Sport treiben willst und du dich dazu einfach nicht motivieren kannst, ist der Wunsch vielleicht nur da, weil alle anderen in deinem Umfeld Sport treiben. Aber du hast ein schlechtes Gewissen, dass du gar nichts oder sehr wenig für deine Fitness machst. Würde es dich auch beschäftigen, wenn dein Umfeld kein Sport treibt? Was ich damit sagen will, ist es wirklich dein Wunsch mehr Sport zu treiben? Vielleicht fühlst du dich gut damit, dass du hin und wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit fährst und dabei brauchst du keinen zusätzlichen Sport.

In so einem Fall stehst du zu dir, wenn du nicht dem Wunsch der Allgemeinheit folgst und dich auf dich konzentrierst. Frag dich einmal selbst, was willst du in diesem Jahr erreichen? Hast du ein Ziel, damit dieses ein besonderes Jahr werden kann?

Steh zu dir!

deine Sandra

 

Steh zu dir und sortiere dich

Ich bin noch da. Ich schreibe noch immer diesen Blog. Im letzten Monat war ich nicht sehr motiviert einen Beitrag fertigzustellen. Das hat mich einerseits traurig gemacht, andererseits empfand ich einen Druck etwas schreiben zu müssen, aber war mit dem Inhalt nie zufrieden. Nach ein paar Tagen mit diesem Gefühl, habe ich mich entschlossen eine Pause einzulegen und an Silvester freute ich mich wieder darauf zu schreiben. An Silvester haben wir eine Collage gebastelt, mit Bildern des vergangenen Jahres, die dafür stehen sollen, wofür wir im letzten Jahr dankbar waren und ich habe ein Bild meines Blogs aufgeklebt. Denn das, wofür du dankbar bist, darf häufiger in deinem Leben sein. Meine ersten Beiträge zu schreiben, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich bin dankbar, dass es den meisten Lesern gefällt was ich schreibe und es mich bestärkt weiter zu machen. Danke.

Ein Gedankenkarussell

Es war so viel los in meinem Kopf. Lag das an Weihnachten? Ich fühlte mich unter Druck gesetzt, angespannt, leicht reizbar und hatte das Gefühl kraftlos zu sein. Ich war überfordert, dass viel zu erledigen ist und der Alltag sich darum drehte, wer das Kind aus der Kindertagespflege abholt.

Die Gedanken kreisen darum, dass ich eine aufgeräumte gemütliche Wohnung haben will. Wenn ich heim komme ist es oft so, dass ich ein Chaos feststelle und mich der Wille packt Ordnung zu schaffen. Doch eigentlich wollte ich mich etwas anderem widmen! Warum mache ich das nicht?

Dann habe ich das Gefühl angespannt zu sein, weil ich Zeit mit meinem Kind verbringen will und  gefühlt nur auf der Arbeit bin. Ich will ja auch etwas erleben und meine Mädels treffen und das bedeutet dann, dass mein Mann für unseren Sohn da ist, dabei hat er selbst genug Arbeit zu erledigen. Wenn ich ihn bitte, einen Nachmittag für unser Kind da zu sein, macht er das gerne, aber mich plagt dann das schlechte Gewissen. Ich nehme mir Zeit um Freunde zu treffen und mein Mann kann deshalb nicht arbeiten.

Dann habe ich eigene Erwartungen dir wöchentlich einen neuen Artikel zu präsentieren und merke zur Zeit, dass ich das nicht schaffe. Das finde ich schade. Ich überlege lange worüber ich schreibe, ich korrigiere einzelne Abschnitte oder lösche alles. Auch dabei setze ich mich unter Druck, obwohl es mir Spaß machen sollte. Deshalb vertraue ich auf meine Intuition und warte auf eine Idee für meinen Artikel, dann fällt es mir leichter einen Artikel zu schreiben.

Was für ein Gedankenwirrwarr, kennst du das auch? Du hörst dann einfach nicht auf zu grübeln wie der Alltag anders zu organisieren ist. Ich habe 5 Tips zusammengestellt wie du dich und deine Aufgaben sortieren kannst.

Was kannst du tun, damit es leichter ist?

  1. Schreibe wichtige Tagesziele auf und hake erledigte Ziele am Abend ab.
  2. Plane Entspannungsphasen oder Ruhephasen ein. Wie kannst du entspannen? Wobei tankst du Energie?
  3. Lerne Nein zu sagen, dazu kannst du dir meinen Artikel Steh zu dir und sag nein anschauen.
  4. Bei einem langfristigen Projekt kannst du Teilschritte nutzen, um den Überblick zu behalten.
  5. Gedanken die dich aufhalten und am weiterkommen hindern, aber gerade nicht gelöst werden können, kannst du auf einen Zettel schreiben und ihn zu einem späteren Zeitpunkt hervorholen. Du kannst dir die Gedanken oder Aufgaben z.B. auch in deinem Handy als Erinnerungen speichern.

Sobald du merkst, dass du gestresst bist, wende eine dieser Punkte an und höre auf deinen Körper. Er sagt dir, was du brauchst.

Im Januar habe ich Zeit meine Wohnung zu sortieren und freue mich alte Briefe und Dinge die ich seit Jahren nicht mehr angefasst habe wegzuschmeißen. Wir neigen dazu Sachen aufzubewahren die unnütz sind, sei es Zeitschriften die man einmal durchgelesen hat und nie wieder in die Hand nimmt oder Briefe die heutzutage digital gespeichert werden können. Mit der Art der Sortierung schaffst du Platz in der Wohnung und ich glaube, dass du dich selbst freier oder leichter fühlst.

steh zu dir!

deine Sandra

Steh zu dir und sag Nein

Es gibt viele Leute, denen es schwer fällt Nein zu sagen, mich eingeschlossen. Wenn ich tiefer in einem Gespräch bin, bemerke ich schnell, dass die Leute Angst davor haben, ihr Gegenüber zu kränken oder jemandem einen Gefallen abzuschlagen.

Das sind ganz einfache Situationen, die immer wiederkehren. Ein Freund oder ein Kollege bittet dich um einen Gefallen. Dein Bewusstsein sagt dir: Nein, jetzt nicht. Du spürst, dass du gerade keine Zeit hast oder auch nicht willst. Dein Unterbewusstsein aber, spricht für dich: „Ja, na klar.“, es ist dafür zuständig, dass die Situationen so ablaufen, wie es immer für dich war. Und schon bist du drin, im Muster es allen und allem recht machen zu wollen. Kommt dir das auch bekannt vor?

Was ist geschehen? Dein Unterbewusstsein ist der jenige Teil in dir, der dir zeigt, wie du es immer gemacht hast. Ja-sagen. Denn du willst niemanden verletzen. Du willst in guter Erinnerung bleiben und man soll von dir wissen, dass du hilfsbereit bist und das machst, was von dir verlangt wird. Das ist toll, auf dich ist Verlass. Aber wenn du immer Ja sagst, wenn Hilfe benötigt wird, dann ist es dir zunächst wichtiger was andere von dir denken, als dass du für dich einstehst.

Ist es dir nicht wichtig, Zeit für dich zu haben?

Spürst du nicht auch manchmal einen inneren Druck, wenn es stressig ist?

Manche fühlen sich ausgenutzt, haben aber Angst Nein zu sagen. Andere fühlen sich endlich gebraucht und wollen nicht Nein sagen.

Was brauchst du um Nein sagen zu können?

Wenn es dir schwer fällt etwas zu verneinen, kannst du deine Antwort aufschieben und deinem Gegenüber mitteilen, dass du später antworten wirst.

So könntest du zum Beispiel antworten:

“Ich kann dir jetzt kein Ja geben, weil ich mich nicht gut dabei fühle.“

“Ich gebe dir morgen eine Antwort.“

Du verprellst den anderen nicht und kannst noch ein wenig darüber nachdenken, ob du jemanden helfen willst oder ob es jetzt besser wäre einmal Nein zu sagen.

“Nein.“ Denn „Nein.“, ist ein ganzer Satz und bedarf keiner Erläuterung.

 

Wenn du Nein sagst, ist es ein Ja für dich. Du stehst zu dir.

Ein Ja für dich bedeutet:

  1. mehr Selbstvertrauen, weil du an dich denkst
  2. mehr Energie, weil du nicht die Aufgaben anderer übernimmst oder Erwartungen der anderen erfüllst
  3. mehr Zeit für Dinge, die dir wichtig sind
  4. es ist nicht automatisch ein Nein für andere
  5. du bist selbstwirksam und triffst eine für dich richtige Entscheidung
  6. du enttäuschst andere nicht, weil du z.B. nur halbherzig für jemanden da sein könntest

Stress bringt dich nicht auf den Weg zu dir

Beim Ja-Sagen, wenn du eigentlich Nein meinst, entsteht innerer Druck und Stress. Du denkst, das jetzt auch noch und bist überfordert, ärgerst dich vermutlich über dich selbst, wirst unruhig und kommst ins strudeln, ob du überhaupt alles schaffst. Bleib ruhig und bei dir. Zu erkennen, dass man beim nächsten mal Nein sagen sollte, ist bereits der erste Schritt zu einer Veränderung. Mit jedem Nein wird es dir leichter fallen zu dir zu stehen. Du schaffst es.

 

 

Du willst es auch jedem Recht machen? Das kenne ich. Aber warum? Du sollst es dir recht machen, für wen bist du denn da? Für dich selbst. Mich regt es auf, wenn ich nicht für mich einstehe und wieder mal etwas zugesagt habe, obwohl ich das gar nicht will. Das geschieht bei mir unbewusst und wenn ich es merke, dann revidiere ich mein zuvor gegebenes Ja. Ich fürchte mich aber davor, zu sagen, dass ich es doch nicht will. Andererseits ist es mutig, von Ja wieder zu Nein zurückzukehren und dem anderen klar zu machen, dass meine Entscheidung unüberlegt war und meistens trifft man auf Verständnis.

Ich stehe für mich ein, weil ich mich nicht verzetteln will, mit Erwartungen die ich erfüllen soll. Erwartungen an mich, die andere von mir haben, die aber nicht meine Erwartungen sind. Ich merke wie ich unter Strom stehe, wenn ich anderer Erwartungen an mich erfüllen will, aber mich dabei ganz außer Acht lasse. Dabei hilft es mir darauf zu hören, was mein Körper mir sagt und wozu er Lust hast z.B Musik hören, entspannen, meinem Sohn beim Spielen beobachten, kuscheln oder Kaffe trinken. Dann fühle ich mich entspannter und sicherer.

Stelle dich der Aufgabe

Ich würde mir wünschen, wenn du den Artikel als eine kleine Herausforderung nutzt und beim nächsten nettgemeinten Ja, Nein sagst oder dir für deine Antwort erst einmal Zeit lässt. Ich bin gespannt wie deine Erfahrungen sind.

Steh zu dir!

deine Sandra